Dienstag, 25. September 2018

MB&F HOROLOGICAL MACHINE N°9 FLOW


Heute geht MB&F auf eine Zeitreise in die späten 1940er- und 1950er-Jahre – bevor Windkanäle und CAD-Software der Kreativität mit knallharter Logik strenge Grenzen setzten.

Das war die Zeit der wagemutigen Erfinder, der unerschrockenen Konstrukteure und der kühnen Designer, die nur ihrem Instinkt und ihren ästhetischen Vorstellungen gefolgt sind. Heraus kamen dabei einige der schönsten Autos und Flugzeuge, die je gefertigt wurden: Mit ihren fließenden Linien und beeindruckenden Schwungformen sahen diese Maschinen schnell aus – selbst wenn sie stillstanden.

Dieses goldene Zeitalter ist die Inspiration für die neue Horological Machine N°9, auch HM9 „Flow“ genannt.

Das Gehäuse der HM9 erinnert an ein Düsentriebwerk und bildet eine geometrisch komplexe Kombination aus sorgfältig gearbeitetem Saphirglas und Titan Grade 5. Als MB&F seinen „Freunden“ aus der Produktion das Design zum ersten Mal vorlegte, war die Reaktion eindeutig: Das ist unmöglich. Denn diese HM9 hatte nicht die Möglichkeiten des gegenwärtigen Herstellungsverfahrens berücksichtigt: Ihre großen Rundungen und die spitzen Winkel verlangten nach neuen Produktionsstandards und -techniken.

Im Innern der HM9 findet sich ein komplexes Handaufzugswerk, das komplett im eigenen Haus hergestellt wurde – das Resultat aus drei Jahren Entwicklung und der gebündelten Erfahrung aus den bisherigen 14 Kalibern. Die HM9 ist gleichzeitig auch ein Fingerzeig an die vergangene Uhrmachergeschichte und die daraus entstandene Legacy-Machine-Linie. Die beiden seitlichen Gehäuse beherbergen jeweils eine fliegende Unruh und ein autonomes Regulierungssystem, die unter den Saphirglaskuppeln sichtbar sind. Unter einer dritten Saphirglasscheibe verbirgt sich der zentrale Antrieb des HM9-Motors: ein Planetendifferenzial, das die beiden Unruhen ausbalanciert, um ein stabiles Ablesen der Zeit zu ermöglichen. Das Zifferblatt mit Stunden- und Minutenanzeige steht senkrecht zum übrigen HM9-Motor und wird von Kegelrädern angetrieben, die einen präzisen Lauf gewährleisten.

Die HM9 „Flow“ erscheint in zwei Titanausführungen, die jeweils auf 33 Stück limitiert sind:

– zum einen die Ausführung „Air“ mit dunklem Uhrwerk und Zifferblatt im Pilotenstil
– und zum anderen die Ausführung „Road“ – ein mit Roségold veredeltes Uhrwerk und ein klassisches Zifferblatt im Tachometerstil.


Der Preis der beiden oben genannten Ausführungen beträgt jeweils 186.700,00 Euro (inkl. MwSt.).

Freitag, 7. September 2018

Der GPHG präsentiert seine offizielle Vorauswahl 2018

Die Jury des 18. Grand Prix d’Horlogerie de Genève (GPHG) hat ihr erstes Urteil gefällt, und die Fondation du Grand Prix d’Horlogerie de Genève (GPHG) lädt Sie ein, auf ihrer Website gphg.org die offizielle Vorauswahl 2018 kennen­zulernen. Aus diesen 72 selektionierten und auf zwölf Kategorien aufgeteilten Zeitmessern werden dann die Siegermodelle für die 16 Preise ausgewählt, die für die besten Uhrenkreationen des Jahres verliehen werden, darunter als höchste Auszeichnung der "Goldene Zeiger" bzw. Grand Prix de l’Aiguille d’Or.

Diese 18. Ausgabe der GPHG verzeichnet eine Rekordbeteiligung, in der alle großen Uhrenkonzerne sowie zahlreiche unabhängige Hersteller vertreten sind. Kleine und große Marken wetteifern mit ihren Kreationen in einem verbindenden Geist, der von der Ausstrahlung einer Branche von beeindruckender Vitalität zeugt, die die technischen und künstle­rischen Grenzen immer weiter hinausschiebt.
Die aus rund dreißig Fachleuten und Uhrenliebhabern unterschiedlicher Herkunft zusammengesetzte Jury wird sich Anfang November hinter verschlossenen Türen treffen, um die zuvor ausgewählten Uhren zu bewerten und erneut in geheimer Abstimmung die Sieger zu küren.

Die siegreichen Modelle werden am Freitag, 9. November 2018, vorgestellt, dies im Rahmen der 18. Preis­ver­leihung der GPHG, die im Théâtre du Léman in Genf im Beisein von Bundesrat Johann Schneider-Ammann, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung, den Genfer Behörden und Vertretern der internationalen Uhrenindustrie stattfindet, um die Uhrmacherkunst zu feiern. Als Moderator führt der französische Schauspieler und Produzent Edouard Baer durch diesen Galaabend, der live auf Euronews, gphg.org und den Web­sites mehrerer internationaler Medienpartner übertragen wird. Im Zuge einer zunehmend vernetzten Welt wird zudem eine digitale Plattform aufgebaut, auf der Bilder, Interviews und andere Informationen nahezu in Echtzeit zur Verfügung stehen (mediacenter-gphg.org).

Der konsequent auf den internationalen Markt ausgerichtete GPHG wird die Uhren der Jury-Vorauswahl in einer Reihe von Ausstellungen präsentieren, dank denen ein internationales Publikum die Vielfalt der zeitgenössischen Uhren­produktionen von mehr als vierzig verschiedenen Marken bewundern kann.
Die Wanderausstellung 2018 beginnt am 28. September in Venedig mit einer Veranstaltung im Arsenal in Partner­schaft mit BMW Italien. Danach fliegen die 72 vorselektierten Uhren nach Hongkong. Dort können sie am 10. und 11. Oktober im Museum Liang Yi bei exklusiven Anlässen der Privatbank LGT, der Hauptpartnerin des GPHG, besichtigt werden, gefolgt von einer öffentlichen Präsentation in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Wine's Link. Dann werden sie in Singapur beim Einzelhändler The Hour Glass im Geschäftszentrum Malmaison Halt machen, wo sie vom 17. bis 21. Oktober zu sehen sind. Hier werden parallel zur Eröffnung der Ausstellung exklusive Veranstaltun­gen stattfinden.
Zurück in Genf werden die 72 Uhren vom 1. bis 14. November im Musée d'Art et d'Histoire (MAH) beziehen. Hier wird der GPHG eine facettenreiche Präsentation zur Kunst und Kultur der Uhrmacherei organisieren, welche die Beiträge verschiedener lokaler Institutionen vereinigt. Neben der Uhren-Vorauswahl der GPHG-Jury wird das Publikum hier folgende Ausstellungen entdecken können:
-  eine Auswahl von Kunstwerken aus den Sammlungen des Genfer Museums für Kunst und Geschichte;
-  eine von der Fondation de la Haute Horlogerie (FHH) vorgeschlagene Auswahl von Videos internationaler Künstler aus der Ausstellung Telling Time;
- eine Kreation und Forschungsprojekte von Uhrendesign-Studenten der Hochschule für Kunst und Design (HEAD) Genf;
- sowie eine Ausstellung der Gewinnerfotos der Watch Photo Awards (watch-photo-awards.com), einem von der Website Worldtempus lancierten internationalen Wettbewerb für die breite Öffentlichkeit.
Didaktische und spielerische uhrmacherische Einführungs-Workshops werden ebenso angeboten wie kulturelle Ver­mitt­lungsaktivitäten.
Die Tournee 2018 endet in Wien, wo die Präsentation der Siegeruhren anlässlich einer exklusiven Veranstaltung im Liechtenstein City Palace stattfindet, organisiert von der Privatbank LGT, der Hauptpartnerin des GPHG.

Über den GPHG
Der 2001 ins Leben gerufene und seit 2011 von einer anerkannten gemeinnützigen Stiftung geleitete Grand Prix d'Horlogerie de Genève (GPHG) hat zum Ziel, jedes Jahr die bemerkenswertesten uhrmacherischen Kreationen auszuzeichnen, um zur Ausstrahlung der Uhrmacherkunst in der Welt beizutragen.

- Liste der Uhren der Jury-Vorauswahl: http://www.gphg.org/horlogerie/en/gphg-2018/pre-selected-watches
- Ausstellungsinformationen: http://www.gphg.org/horlogerie/en/gphg-2018/calendar
- Jury 2018: http://www.gphg.org/horlogerie/en/gphg-2018/jury

Freitag, 26. Januar 2018

Neuheit: Breguet Classique 7145 Chow-Chow



Nach der Vorstellung der Classique Tourbillon Extra-Plat Automatique 5367 präsentiert Breguet eine weitere Neuheit: Zur Feier des chinesischen Neujahrs, auch Frühjahrsfest genannt, widmet sich der Hersteller aus dem schweizerischen L'Abbaye dem Tierkreiszeichen dieses Jahres und entwirft zu diesem Anlass einen besonderen Zeitmesser. Das Modell Classique 7145 ist eine Hommage an die Kunst des Gravierens und Guillochierens, und stellt dabei eine der beliebtesten Hunderassen Chinas in den Mittelpunkt: Ein ziselierter Chow-Chow prangt auf dem guillochierten Zifferblatt des neuen Modells, dessen einzelne Exemplare allesamt Unikate sind.

Die in der Uhrmacherkunst praktizierte Technik des Goldgravierens greift auf das Flachrelief zurück, bei dem auf der begrenzten Fläche der Uhr leicht erhabene Motive herausgearbeitet werden. Nach der Anfertigung einer Skizze betrachtet der Künstler die Fläche unter dem Mikroskop, während er sie mit Hilfe unterschiedlich geformter Stichel und Meißel bearbeitet. Anschließend wird das Werk gesäubert und poliert, damit es in seiner ganzen Pracht erstrahlt.

Das nur 2,4 mm in der Höhe messende mechanische Uhrwerk der Classique 7145 Chow-Chow mit Automatikaufzug (Kal. 502.3, 35 Rubine, 45 Stunden Gangreserve, Siliziumspiralfeder) ist durch den  Saphirboden sichtbar. Das 40 mm große und bis 3 bar wasserdichte Gehäuse der Uhr ist aus 18 Karat Weißgold gefertigt; Breguet-typisch ist der kannelierte Gehäusemittelteil. 

Den Preis der auf acht Exemplare limitierten Uhr gibt Breguet nur auf Anfrage bekannt. 

(Abbildung: Breguet)

Dienstag, 9. Januar 2018

Neuheit: Breguet Classique Tourbillon Extra-Plat Automatique 5367

 

Noch bevor der Startschuss zur Basler Weltmesse für Uhren und Schmuck fällt, präsentiert Breguet die erste Neuheit, die seine Kollektion 2018 bereichern wird. Der Erfinder des Tourbillon-Regulators stattet sein Modell Classique Tourbillon Extra-Plat Automatique mit einem Zifferblatt aus Grand-Feu-Email aus.

Im Jahr 2018 erweitert Breguet seine Kollektion der Grandes Complications um ein weiteres Exemplar, das zugleich auch das erste Modell der Reihe mit einem Zifferblatt aus Grand-Feu-Email ist. Die Neuheit unter den Classique Grandes Complications mit der Referenz 5367 lenkt die Aufmerksamkeit ganz auf das Tourbillon: So verzichtet sie im Gegensatz zur 2013 vorgestellten Referenz 5377 auf die Gangreserveanzeige. Um alle Blicke auf das zentrale Element zu lenken, entschied sich Breguet für eine von Hand anglierte Tourbillonbrücke mit einer klaren Formgebung. 

Die blauen Breguet-Zeiger heben sich klar vom weißen Email ab und sorgen dadurch für eine perfekte Lesbarkeit der Stunden und Minuten. Der Stundenkreis mit arabischen Breguet-Ziffern ist gegen 11 Uhr dezentriert. Genau gegenüber bei 5 Uhr befindet sich das Tourbillon. Die Anordnung der unterschiedlichen Elemente erinnert  an die von A.-L. Breguet entworfenen Taschenuhren, die gewollt mit den ästhetischen Gepflogenheiten der damaligen Zeitmesser brachen.

Während das Modell Tourbillon Extra-Plat Automatique auf der Zifferblattseite puristisch wirkt, wurde das Uhrwerk aufwändig verziert: Brücken, Federhaus und Schwungmasse wurden von Hand graviert. Die Classique Tourbillon Extra-Plat Automatique 5367 ist 7,45 mm hoch, wovon lediglich 3 mm vom Uhrwerk beansprucht werden. Das Kaliber 581 stellt eine komfortable Gangreserve von 80 Stunden bereit.

Die neue Classique Tourbillon Extra-Plat Automatique 5367 mit ihrem Zifferblatt aus Grand-Feu-Email ist in einer Roségold- oder einer Platinversion mit mahagonibraunem oder blauem Alligatorlederarmband erhältlich. Beide Versionen verfügen über ein rhodiniertes Uhrwerk. 


Dienstag, 7. November 2017

Omega eröffnet neues Gebäude in Biel



Die Schweizer Luxusuhrenmarke läutet mit der Eröffnung der neuesten Produktionsstätte im Schweizerischen Biel das nächste Kapitel ihrer Geschichte ein.

Ehrengäste des Events waren Nick Hayek, CEO der Swatch Group, Raynald Aeschlimann, Präsident und CEO von OMEGA, Johann N. Schneider-Ammann, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF), sowie der Architekt des Gebäudes, Shigeru Ban.

1882 hatte die Firma erstmals an dieser Stelle die Arbeit aufgenommen. Das neue Gebäude bietet Raum für die Uhrenherstellung, Qualitätskontrollen und Trainings. Beim Bau des vom preisgekrönten japanischen Architekten Shigeru Ban entworfenen Objekts wurde Fichtenholz aus der Schweiz verwendet. Der Hersteller legte auch Wert auf ein umweltfreundliches Energiekonzept.

Der CEO der Swatch Group, Nick Hayek, der bei der Eröffnung anwesend war, sagte:

"Omega produziert seit 1882 an diesem historischen Ort im Herzen Biels Uhren und war schon immer ein Pionier der Schweizer Uhrenindustrie in Bezug auf Innovation und Exzellenz. Das Gebäude zeigt die starke Tradition der Investition in neue Technologien, in neue Produktionsmethoden, aber auch in die eigenen Angestellten. Es spiegelt die Verpflichtung der Marke an die höchsten Standards der Uhrmacherkunst wider."

Raynald Aeschlimann, Präsident und CEO von Omega, fügte hinzu:

"Natürlich haben wir hier einen absolut innovativen Arbeitsplatz geschaffen, aber der wahre Wert des Gebäudes ist die Effizienz. Wir können jetzt all unsere Assemblage- und Testverfahren unter einem Dach absolvieren. Dies bedeutet eine vollkommene Konsolidierung der Arbeitskraft, die es OMEGA erlaubt, noch produktiver und reibungsloser zu arbeiten als jemals zuvor."

Alle Schritte inklusive T2 (Uhren-Assemblage), T3 (Armbänder) und T4 (Versand) sowie Lagerhaltung und Logistik werden nun innerhalb des neuen Gebäudes stattfinden. Ebenso wurde es für Trainingszwecke designt.

Im Herzen des Gebäudes erstreckt sich über drei Stockwerke hinweg ein voll-automatisiertes Lagersystem. Das feuersichere System lagert über 30.000 Kisten mit den für die Uhrmacherkunst der Marke benötigten Materialien. Darüber hinaus wurde Omegas Qualitätskontrolle im neuen Gebäude untergebracht, inklusive der Metas-Tests für die Master Chronometer-Zertifizierung.



Fotos: Omega

Montag, 6. November 2017

Rallye Großbritannien, Sébastien Ogier & Richard Mille




Foto: Richard Mille

Am vergangenen Wochenende bestätigte sich bei der Rallye Großbritannien das Talent des französischen Fahrers in den Farben des Privatteams M-Sport. Mit Bravour holte sich Sébastien Ogier an der Seite von Copilot Julien Ingrassia seinen 5. WRC-Meisterschaftstitel in Folge.

Richard Mille, Ogiers Partner aus der Welt der Uhren, zeigt sich angesichts der Erfolge natürlich hocherfreut. Eine herausfordernde Saison mit plötzlichem Teamwechsel und einer dicht gedrängten Rangliste ließen diese nicht als selbstverständlich erscheinen. Letztlich verhalf Ogiers Beständigkeit, die in 9 Podiumsplätzen bei 12 Starts ihren Ausdruck fand, dem Sportler zum Erfolg.

Das Jahr war kompliziert, und dieses Ergebnis ist einfach unglaublich“, bekannte der Fahrer bewegt. „Wir haben so hart gearbeitet. Einen Titel zu gewinnen ist nie leicht, aber in diesem Jahr war es noch viel knapper als letztes Jahr. Ich bedanke mich bei dem gesamten Team M-Sport. Das ist vielleicht der emotionalste Moment meiner Rallyekarriere. Ich finde meinen immer noch Sport unglaublich spannend, und ich bin sehr stolz, fünffacher Weltmeister zu sein.“ 

Ogier, nun auf Platz 2 der meistausgezeichneten Fahrer der WRC-Geschichte, ist zudem der erste Fahrer eines Privatteams (M-Sport), der sich den Titel holt. Sébastien Loeb, neunfacher Weltmeister und ebenfalls Richard Mille Partner, freut sich mit ihm: „Er hat sich diesen Titel verdient. Sébastien ist derzeit der Fahrer, der seine Meisterschaft am besten im Griff hat. Er hat es geschafft, das Team zu wechseln und zu akzeptieren, dass man nicht immer gewinnen kann, und gleichzeitig WM-Punkte gesammelt.“ 

Uhren und Sport - es sieht nicht so aus, als ob diese beiden Welten bald getrennte Wege gehen werden...